Marmorsteinbruch in Carrara (Italien)

Kurz vor unserem Italienurlaub erzählte mir ein Kumpel von einem riesigen Marmorsteinbruch bei Carrara, nur wenige Kilometer abseits der Autobahn in den Bergen, auf unserem Weg in die Toskana. Fotos im Internet hatten mich neugierig gemacht, doch der Anblick vor Ort war nicht nur beeindruckend, sondern erschreckend: Der Abbau hat sich schon weit in die Berge gefressen. Wie lange sie noch Material hergeben, weiß niemand – in einigen Jahrzehnten könnten manche Gipfel verschwunden sein.

Fliegen zwischen Seilen und Funklöchern

Mit der Drohne ging es hinauf, vorbei an Seilen und mit tückischen Funklöchern zwischen den Bergen. Von oben entstanden fast abstrakte Bilder. Wer zu Hause Marmorplatten verlegt, denkt nach diesen Bildern vielleicht zweimal nach.

Der letzte Blick über den Steinbruch

Mit den letzten Prozent Akku flog ich noch über eine Bergkuppe, und dieser letzte Blick, das letzte Foto, ist mir geblieben. Krass – mehr fällt mir dazu nicht ein. Marmor wird in den Bergen über Carrara schon seit der Römerzeit abgebaut, die ihn „marmor lunense“ nannten; aus den über 650 Abbaustellen der Gegend stammt mehr Marmor als von jedem anderen Ort der Welt.

Abgestufter Marmorbruch zwischen dunklen Gipfeln bei Carrara aus der Luft
Ein ganzer Berg in Stufen: der Marmorbruch zwischen den dunklen Gipfeln über Carrara.
Spitzer, terrassierter Marmorberg über dem Dunst bei Carrara aus der Luft
Wie abgeschnitten ragt der terrassierte Gipfel über den Dunst, dahinter die Küste.
Bagger und Marmorblöcke auf der weißen Bruchsohle bei Carrara aus der Luft
Von oben fast abstrakt: Bagger und Marmorblöcke auf der weißen Bruchsohle.
Terrassierter Marmorberg mit Serpentinen bei Carrara aus der Luft
Serpentinen führen hinauf zum Gipfel, der Stück für Stück in Terrassen zerlegt wird.
Marmorabbau, Wald und ein rotes Dach am Bergrücken bei Carrara aus der Luft
Wo der Wald aufhört, beginnt der Marmor – ein rotes Dach als einziger Farbtupfer am Hang.
Weiße Marmorterrassen unter den Wolken bei Carrara aus der Luft
Weiße Terrassen unter den Wolken – der Abbau hat sich weit in die Berge gefressen.
Orangefarbener Bagger und Blockstapel im Marmorbruch bei Carrara aus der Luft
Ein orangefarbener Bagger zwischen gestapelten Blöcken – Spielzeug auf einem Meer aus Weiß.
Zwei Aufnahmen: Marmorabbau auf dem Grat und weiße Terrassen bei Carrara aus der Luft
Zweimal Carrara: Abbau auf dem Grat und weiße Terrassen tief im Tal.
Weite Abbaustufen mit kleinen Maschinen bei Carrara aus der Luft
Weite Abbaustufen, auf denen die Maschinen fast verschwinden.
Maschinen und Blockstapel in der weißen Grube bei Carrara aus der Luft
In der weißen Grube: Maschinen, Blockstapel und die Spuren der Sägen.
Marmorbruch am begrünten Berg unter blauem Himmel bei Carrara aus der Luft
Blauer Himmel, grüner Hang – und mittendrin der Bruch, der den Berg weiß macht.
Tiefe Marmorkammer mit Blockstapel und Bagger bei Carrara aus der Luft
Eine tiefe Marmorkammer, die Wände glatt wie geschnitten, unten Blöcke und ein Bagger.
Steile weiße Bruchwände mit Blöcken am Grund bei Carrara aus der Luft
Steile weiße Wände – so sieht ein Berg von innen aus, wenn man ihn abträgt.
Gelbe Maschinen in der runden Marmorgrube bei Carrara aus der Luft
Gelbe Maschinen in der runden Grube, klein wie Spielfiguren.
Viele Marmorbrüche im Tal zwischen den Bergen bei Carrara aus der Luft
Bruch neben Bruch: In den Bergen über Carrara gibt es über 650 Abbaustellen.
Weiße Abbauflächen und Kehren unter blauem Himmel bei Carrara aus der Luft
Weiße Abbauflächen und Kehren unter blauem Himmel – Marmor, abgebaut seit der Römerzeit.