Der eigentliche Grund für unseren Trip nach Berlin waren die verlassenen Gebäude der Beelitz-Heilstätten. Die meisten sind über 100 Jahre alt und stehen seit mehr als 50 Jahren leer. Was davon noch übrig ist, hat mich umgehauen: Farben, Lichtspiele, wunderschöne Treppenhäuser und Details, an denen man stundenlang hängen bleiben könnte. Am Ende waren es so viele Bilder, dass ich sie auf drei Beiträge verteile. Es mag krass aussehen, aber durch diese alten Gebäude zu streifen und zu fotografieren war einfach großartig. Bisher war das Gelände ein paar Mal im Jahr für Fotografen zugänglich, inzwischen wurde es offenbar verkauft – wir waren vermutlich eine der letzten Gruppen, die es in diesem Zustand sehen durften. Die Lungenheilstätten wurden zwischen 1898 und 1930 für die Arbeiter Berlins gebaut und gehören zu den größten Krankenhauskomplexen im Berliner Umland – ein denkmalgeschütztes Ensemble aus 60 Gebäuden auf rund 200 Hektar. Hier die ersten Bilder, die restlichen folgen.
Lange Halle mit Dachstreben, durch die Lichtstreifen auf den Schutt fallen.Abgewetzter Ledersessel im Schutt, das Polster ist rissig.Auf der Backsteinwand steht „RED“ in roten und weißen Blockbuchstaben.An der rauen Wand eine gemalte Gitarre im hellen Lichtkegel.Lichtflecken liegen auf dem Boden der leeren Halle, hinten die Fenster.Im Heizhaus eine rußschwarze Wand mit mehreren runden Kesselöffnungen.Durch das eingebrochene Dach fällt Licht auf Balken und Schutt.Grüne Tür in einem Raum voller Schutt, seitlich fällt Licht herein.Das Radio mit Lautsprechergitter steht auf der Ablage vor weißen Kacheln.Schwarzes Graffiti auf der gelb gefliesten Wand, daneben hängen Kabel.Bunte Figuren und Zeichen bedecken die Wand des leeren Raums.Gemalte Figur mit Katzenohren und buntem Kleid an der bröckelnden Wand.Großes gemaltes Gesicht im Türrahmen, am Rand blättert die Farbe ab.Offener Sicherungskasten an weißen Fliesen, die Kabel laufen nach unten.Durch die Glasbausteine sieht man den Raum dahinter, darin ein Stuhl.Metallgeländer am Treppenlauf, hinten fällt Licht aus einer offenen Tür.Treppenschacht mit dunklem Geländer, auf den unteren Stufen liegt Schutt.Die Wandfarbe platzt großflächig ab und legt ein blaues Feld frei.Waschbecken an der fleckigen Wand, daneben fällt der Putz ab.Das Holzgeländer zieht sich um die Treppe, die Farbe blättert in Streifen ab.Vor dem hohen Fenster ein einzelner Stuhl – sonst bleibt das Zimmer leer.Nur ein altes Bettgestell bleibt in dem großen, verlassenen Zimmer.Fassade im Ensemble der Lungenheilstätten, gebaut von 1898 bis 1930.Fensterlicht legt helle Rechtecke auf den Boden des leeren Saals.Offenes Fenster auf Bäume und die Backsteinmauer des Nachbarhauses.Offene Türen geben den Blick in den langen gelben Flur frei.Im gelben Raum steht die Tür offen, hinten sind WC und Waschbecken.Auf gelben Fliesen ein gemalter Hase und der Schriftzug „Bunny Loves Carrot“.Halb geöffnete Holztür in den Nebenraum, der Putz an den Wänden bröckelt.Die Flügeltür steht offen zum Treppenhaus, darüber das Rundbogenfenster.Blumen-Tapete löst sich von der blau gestrichenen Wand, der Putz liegt frei.