Borneo – Orangutans in Tanjung Puting Nationalpark
Vor knapp einem Jahr wachten wir eines Morgens mitten im Dschungel Borneos auf. Hinter uns lag eine komplizierte Anreise mit drei Zwischenstopps, einer Übernachtung und wenig Schlaf. Nun schipperten wir drei Tage lang auf einem großen Holzboot, einem Klotok, von Pangkalan Bun aus durch den Urwald, ganz gefangen von der ursprünglichen Vegetation und den Tieren am Flussufer.
Bei den Orang-Utans
Unser Ziel war der Tanjung Puting Nationalpark mit seinem Auswilderungscamp, von dem aus Orang-Utans in die Wildnis zurückkehren sollen. Als wir die ersten sahen, stockte uns der Atem: Elegant schwangen sie sich durch die Baumkronen und holten sich an der Futterstelle in scheinbar fester Reihenfolge ihr Essen. Wir hatten Glück, so viele zu erleben, denn in der Regenzeit, wenn der Dschungel genug zu fressen bietet, kommen nur wenige oder gar keine zur Futterstelle.
Sonnenaufgang mit bitterem Beigeschmack
Eine beeindruckende Zeit, doch nicht alles war ein Traum. Am ersten Morgen im vermeintlich unberührten Dschungel ließ ich die Drohne steigen. Der Sonnenaufgang mit leichtem Nebel über den Bäumen überwältigte mich – bis ich nach links drehte und eine illegale Palmölplantage sah. Ein Anblick, der uns auf Borneo immer wieder begegnete, mitten in dieser wunderschönen Pflanzen- und Tierwelt, und gegen den man sich machtlos fühlt.
Palmöl und der Wald von Borneo
Diese Reise hat Spuren hinterlassen. Wer daheim Produkte mit Palmöl stehen hat, sollte zweimal nachdenken – vielleicht stammt es von hier. Die Luftaufnahmen zeigen beides: die Schönheit dieses Waldes und das, was ihm verloren geht.
Erster Morgen im Dschungel: Die Sonne steigt über den Fluss, der Wald liegt noch im Nebel.Leichter Nebel über den Baumkronen – ein Sonnenaufgang, der überwältigt.Ein brauner Flussbogen schneidet durch das grüne Kronendach von Tanjung Puting.Goldene Nebelschwaden ziehen seitlich über den Wald.Der Fluss im Gegenlicht und das Kronendach am braunen Wasser.Ein Boot mit grünem Dach am braunen Fluss, darüber der Nebelwald.Unser Klotok auf dem Fluss und ein Dachboot am Nebelufer.Der hölzerne Bug des Klotoks, grünes Deck und ein aufgerolltes Tau.Drei Tage auf dem Deck, ganz gefangen vom Wald am Ufer.Ein rotes Motorboot zieht Gischt vor der dichten Palmenwand.Ein kleines blaues Boot unter Bäumen, die Wurzeln liegen frei.Ein Klotok kommt uns auf dem engen Fluss entgegen.Ein Nasenaffe auf seinem Ast, der lange Schwanz hängt herunter.Nasenaffen im kahlen Baum, daneben ein dunkler Vogel mit langem Schnabel.Unser Klotok auf dem Fluss, Wald und Schilf an beiden Ufern.Zwei Baumkronen gegen den hellen Himmel.Zwei Holzhütten am Flussufer, dahinter dichter Wald.Ein Motorboot mit zwei Personen vor dem grünen Schilfufer.Eine Eule zwischen Blättern und ein Gibbon am Stamm.Fotos von Orang-Utans an der Wand des Auswilderungscamps.Der erste Orang-Utan – und uns stockt der Atem.Elegant schwingt er sich hoch oben durch die Äste.Einer frisst von einem Stängel, ein anderer wartet auf der Plattform.An der Futterstelle gilt eine feste Reihenfolge, der Kleine frisst trotzdem schon.An einem Arm im grünen Geäst.Ganz nah: ein Orang-Utan mit erhobenem Arm, der Blick geradeaus.Mehrere Orang-Utans auf der Plattform unter hohen Bäumen – wir hatten Glück.Zwei Orang-Utans im kahlen Baum, einer hängt.Ein Holzhaus auf Stelzen direkt am Fluss.Der Fluss wird eng, zwei Boote weit voraus im hohen Gras.Dunkles, ruhiges Wasser unter dichtem Uferwald.Stachlige Blätter und angeschwemmtes Holz am Ufer.Nasenaffen in den Wipfeln, darüber ein kleiner Mond.Der Abendhimmel glüht hinter den Baumsilhouetten.Nacht am Fluss: Palmenwedel und kleine Lichtpunkte im Dunkel.