Die nördliche Medina von Marrakech

Am ersten Tag wollten wir erst mal gemütlich ausschlafen, dadurch waren aber einige Sehenswürdigkeiten und der zentrale Marktplatz schon recht voll mit Touristen und den lokalen, oft sehr nervigen Verkäufern. Darum sind wir am zweiten Tag schon früh raus um zum Sonnenaufgang an der wunderschönen Medersa Ben Youssef, welches eine wunderschöne alte Koranschule im nördlichen Teil der Altstadt ist und schon sehr früh öffnet. Wir waren lange die einzigen Besucher da und konnten die wunderschöne ruhige Stimmung dort in vollen Zügen genießen. Danach ging es weiter zum Garten Jardin Majorelle, welcher vor vielen Jahren von einem französischen Maler errichtet wurde und am Ende von Yves Saint Laurent großzügig unterhalten wurde. Zu Beginn wirkte der Park doch relativ klein gemessen an seinem Eintrittsgeld, aber die Vielfalt der Pflanzen und die vielen schönen Ecken und Details machen ihn auf jeden Fall doch zu einer lohnenswerten Sehenswürdigkeit in Marrakech. Zum Sonnenuntergang gingen wir dann zu Fuß auf die andere Seite der Medina zum Gerberviertel bzw. den Tanneries, wo Leder verarbeitet und gefärbt wird. Der Gestank nach Ammoniak ist nicht unbedingt jedermans Sache, darum wird auch jedem ein Bündel frischer Minze angeboten, welches man dann doch ab und zu gerne unter die Nase hält 🙂
Am nächsten Tag wartete dann unser Mietwagen auf uns! Dann ging es über das hohe Atlas Gebirge rüber mit Ziel Sahara, wir konnten es natürlich schon kaum erwarten!