Pfingsten auf Korsika – wenn die Kurven plötzlich blühen

Gleiches Spiel wie letztes Jahr, andere Jahreszeit. Pfingsten 2026, und Korsika hat sich in ein farbiges Frühlingsgewand geworfen. Die Kurven? Die sind treu und unüberschaubar geblieben.
Von Livorno aus mit dem Bus nach Bastia, kurze Nacht, dann direkt weiter westlich von Île Rousse. Diese Ecke hatten wir letztes Jahr nur gestreift – jetzt haben wir sie uns richtig genommen.
Zu Land und aus der Luft einfach wunderschön. Schroffe Felslandschaften, klare Flüsse, authentische Dörfer, die so wild und ungeschminkt wirken, als hätten sie noch nie einen Touristen gesehen. Und überall dieser Duft: Immortelle und Myrthe in voller Blüte. Unsterblich, genau wie die Eindrücke, die hier hängen bleiben.
Von oben mit der Drohne wird der Kontrast erst richtig greifbar – die sanfte Küste trifft auf raue Berge, als hätte die Insel selbst beschlossen, in einem Bild alles zu erzählen, was sie kann.
Kurven, Farben, Duft und dieses leise Gefühl: Hier fängt gerade etwas Neues an. Und der Bus? Der kurvt schon wieder mit, aber dieses mal mit was Neuem, neuen Bremsbelägen, die kann er gut brauchen hier.























Hier, ein Stück westlich von Île Rousse, hat die Insel plötzlich den Gang rausgenommen.
Ruhiger Flow in den schmalen Straßen, keine Touristen, nur das leise Summen des Lebens. Schöne Stadtbilder, die sich wie gemalt anfühlen, und Landschaftsaufnahmen, die von oben fast meditativ wirken. Schroffe Felsen treffen auf sanfte Hügel, alles in diesem entspannten Frühlingslicht.
Einfach nur da sein. Atmen. Entschleunigen.
Manchmal sind die schönsten Momente die, in denen nichts passiert – außer dem sanften Kurven des Alltags.



















Piana nach Ajaccio – oder: Wenn rote Berge dem blauen Meer die Show stehlen
Die Fahrt durchs Gebirge von Piana Richtung Ajaccio ist eine von der Sorte, die man nicht vergisst.
Enge Bergstraßen, auf denen sich unser Bus leise vorantastet, als wollte er die Landschaft nicht stören. Links die schroffen roten Berge, die massiv und fast ein bisschen trotzig aus dem Grün ragen. Rechts das ruhige blaue Meer. Ein Kontrast, der fast schon zu schön ist, um wahr zu sein.
Wir waren ganz alleine. Fenster auf, Frühlingsduft und frische Bergluft strömten rein – eine Mischung, die direkt ins Blut geht.
Zuerst die Luftaufnahmen der Bergstraßen: kurvig, wild, rot glühend im Morgenlicht. Danach die einsamen Strände nördlich von Ajaccio – hell, ruhig, fast schon intim von oben.

































Zwischen Bonifacio und Porto Vecchio – oder: Wenn der Sommer noch Urlaub macht
Zwischen Bonifacio und Porto Vecchio zeigt Korsika im Frühling sein ruhiges, fast schon scheues Gesicht. Die Strände, die im Sommer vor Leben pulsieren, gehören jetzt nur uns – einsam, weit und leise.
Die Klippen von Bonifacio stehen wieder da wie ein stummer Wächter – weiß, schroff und unerschütterlich. Die Drohne kämpfte tapfer gegen den starken Wind, als wollte sie sagen: „Ich fliege, aber nur, weil du es bist.“
Besonders Rondinara hat uns erwischt, diese hufeisenförmige Bucht, die aussieht, als hätte die Insel selbst ein Lächeln ins Meer gezeichnet. Und Palombaggia mit seinen roten Felsen und Pinien, wo das Licht einfach nicht aufhört, schön zu sein.
Hier ist der Sommer noch im Anflug, der Frühling hat gerade erst die Bühne freigeräumt. Und genau deshalb fühlt es sich an wie ein Geheimnis, das nur wir kennen.


























Ajaccio zum Abschluss – oder: Blaue Jacarandas und das duftende Kleid Korsikas
Zum Schluss noch vier Bilder aus Ajaccio. Besonders die blühenden blauen Jacarandas haben uns umgehauen – ein leuchtendes Blau, das plötzlich Mexico herüberwehte und uns mitten in Korsika ein Lächeln ins Gesicht zauberte.
Danach ging’s mit der Fähre wieder heim.
Eine besondere Reise. Authentischer als im Sommer, ruhiger, echter. Die Insel hatte ihr schönstes duftendes Kleid angezogen – und wir durften es in unseren Erinnerungen mitnehmen.
Bis zum nächsten Mal, Korsika. Die Kurven warten schon.





